Artikel mit dem Tag "2017"



Wird es nach Diakonie, Caritas, Paritätischem, Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt und Jüdischer Wohlfahrtspflege nun bald auch einen muslimischen Spitzenverband der Wohlfahrtspflege geben? Noch ist die Frage nicht eindeutig beantwortet. Aber zu sehen ist, dass die Debatte hierüber in den letzten Jahren zunehmend an Fahrt gewonnen hat und der Kreis der Protagonisten einer solchen Organisierungsperspektive größer wird.

Ausgehend von der Frage, wie gute Praxis im Freiwilligenmanagement von Jugendorganisationen aussieht, wurde in einem dreijährigen Projekt gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung ein empirisch ausgerichtetes Untersuchungsdesign entwickelt und im Rahmen eines mehrstufigen Forschungsprozesses umgesetzt. Im Zuge der Erhebungen zeichnete sich ab, dass die Praxis sehr verschiedenartige Formen der Arbeit mit jungen Freiwilligen ausgebildet hat.

Wohlfahrtsverbände hatten traditionell verschiedene gesellschaftliche Funktionen. Sie waren Interessenvertreter und Kümmerer für ihre Mitglieder und Benachteiligte, erzeugten Zusammenhalt auch über soziale Grenzen hinweg, übernahmen öffentliche Aufgaben und hatten so staatsentlastende Wirkung. Dabei sind in den letzten Jahrzehnten große Dienstleistungsbereiche entstanden, die den Organisationen zunehmend ihr Gepräge gaben.

Vor dem Hintergrund demographischer Entwicklungen in strukturschwachen ländlichen Gebieten spielen lokale Peer-to-Peer-Netzwerke eine immer wichtigere Rolle für den Erhalt von Selbstständigkeit und Lebensqualität im Alter. Die Funktionalität dieser Netzwerke hängt häufig von einigen wenigen Netzwerkknoten, den „Social-Hubs“, ab.

In stationären Pflegeeinrichtungen spielt die zunehmende Polymedikation der Bewohner und das damit verbundene Risiko von unerwünschten Arzneimittelereignissen eine immer wichtiger werdende Rolle. Häufig entstehen solche Ereignisse aus vermeidbaren Fehlern im Medikationsprozess. Sie gefährden die Patientensicherheit und verursachen hohe Kosten für das Gesundheitssystem.